Wenn ich mir Filme anschaue und mag, wie z.B. “Kill Bill” macht mich das auch nicht zum Verbrecher. Wichtig ist, dass ich den Film für einen Film halte. Genauso wichtig ist es, dass ein Spiel ein Spiel ist und ich weiss, dass die reale Welt anders ist. Nehmen wir mal die Ego-Shooter: Wenn hier laufend Menschen argumentieren, sie trainierten nur ihre Reflexe und würden sich abreagieren und eigentlich sehr friedliche Menschen sind, hat das seine Berechtigung. Ich glaube, dass eine ausgedehnter Konsum von Killerspielen dazu führen kann, dass sich die Weltsicht von Menschen verändert.
Ich glaube nicht, dass das zwangsläufig der Fall ist. Ich nehme auch an, dass es Spieler gibt, die es als positiv erleben, ihre Aggressionen mit Ego-Shootern auszuleben. Es gibt einige Untersuchungen, aber bislang m.E. keine überzeugenden Untersuchungen, die belegen, dass Ego-Shooter eine negative Auswirkung haben.
Wie ich an anderer Stelle schon sagte, halte ich Spiele mit ideologischem Überbau für gefährlicher, als Ego-Shooter ohne Überbau. Ich halte es generell für wichtig, dass sich Menschen mit ihrem Medienkonsum auseinandersetzen. Wenn sie es wirklich tun, halte ich es nicht für gefährlich, wenn sie Ego-Shooter nett finden. Was ich aber nicht okay finde, sind Kinder mit kleinen Schühchen, bunten Hemden, kurzen Shorts und 4YOU Schulranzen (http://www.mein-neuer-schulranzen.de/, falls es jemand nicht kennt), die bereits Spiele wie Call of Duty spielen. Meiner Meinung nach sollten Eltern dort viel vorsichtiger sein, denn es ist viel schwerer für die Politik als für die Eltern, Kinder zu schützen.